Robot

Robot.

Mit 15 Jahren, bekam ich von der Aufbauzeit nach dem 2. Weltkrieg noch viel zu spüren. Da die Gemeindestraßen sich in sehr schlechten Zustand befanden, wurde von dem Gemeindeamt Rainbach für jeden Bauern (nicht für Arbeiter) eine Robot vorgeschrieben, die man unentgeltlich abarbeiten oder zahlen konnte. Bei uns waren 25 Tage umsonst zu arbeiten. So musste ich im Winter so wie andere Betroffene im Friesenecker Steinbruch arbeiten. Zuerst wurde vom Sprengmeister gesprengt. Dann wurden die Steinklötze mit dem Steinschlägel zu kopfgroßen Stücken zerschlagen, die man im Sommer zum Straßenbau verwendete. Für einen jungen Menschen mit 15 Jahren gar nicht so einfach, denn das Essen war auch nicht so gut wie in den späteren Jahren und zwei Wochen jeden Tag Steine klopfen mit einen sieben Kilo schweren Schlägel, das spürte man schon in den Händen. Zwei Wochen waren im Winter und zwei im Sommer zu arbeiten.

Im Sommer wurden die aufbereiteten Steine zur neuen Straße gefahren, dort schön in Reihen gelegt wie bei einen Gewölbe und darin wurden die Spitzen mit einen Schlägel abgeschlagen. Da in einer Reihe vier Arbeiter schafften, wurde man in den Füßen von den Querschlägern blutig geschlagen, was wieder zu Entzündungen führte und das ganze wieder 14 Tage lang und bei großer Hitze. Ich wundere mich heute noch, dass ich diese Schinderei mit diesem Alter ausgehalten habe. Es wurde so unsere Dorfstraße und die Straße nach Eibenstein gebaut. Im Jahre 1959 wurde die Robot, die ja ein Relikt von der Leibeiegenschaft bei den Herrschaften war, Gott sei Dank, abgeschafft. Bei uns waren 25 Tage umsonst zu arbeiten. So musste ich im Winter so wie andere Betroffene im Friesenecker Steinbruch arbeiten. Zuerst wurde vom Sprengmeister gesprengt. Dann wurden die Steinklötze mit dem Steinschlägel zu kopfgroßen Stücken zerschlagen, die man im Sommer zum Straßenbau verwendete. Für einen jungen Menschen mit 15 Jahren gar nicht so einfach, denn das Essen war auch nicht so gut wie in den späteren Jahren und zwei Wochen jeden Tag Steine klopfen mit einen sieben Kilo schweren Schlägel, das spürte man schon in den Händen. Zwei Wochen waren im Winter und zwei im Sommer zu arbeiten.

Im Sommer wurden die aufbereiteten Steine zur neuen Straße gefahren, dort schön in Reihen gelegt wie bei einen Gewölbe und darin wurden die Spitzen mit einen Schlägel abgeschlagen. Da in einer Reihe vier Arbeiter schafften, wurde man in den Füßen von den Querschlägern blutig geschlagen, was wieder zu Entzündungen führte und das ganze wieder 14 Tage lang und bei großer Hitze. Ich wundere mich heute noch, dass ich diese Schinderei mit diesem Alter ausgehalten habe. Es wurde so unsere Dorfstraße und die Straße nach Eibenstein gebaut. Im Jahre 1959 wurde die Robot, die ja ein Relikt von der Leibeiegenschaft bei den Herrschaften war, Gott sei Dank, abgeschafft.

Kerschbaum
1956
Fotos
ke-steinbruch-jankokatharinelinz.jpg
Auf der Rückseite des Fotos stand: In 10 Tagen 271 m³ Steine zu Steinschotter gequetscht bei 8stündiger Arbeitszeit im Tage 24 m³ Schotter, in der Stunde zirka 3 ¼ m³ – Fotoleihgeberin: Katharina Janko, Fichtenstraße 14, 4020 Linz
robot-steinbruch-ke.jpg
Robotarbeit im Friesenecker Steinbruch - Bildleihgeber: Franz Sonnleitner, Kerschbaum 35, 4261 Rainbach i. M.
Verfasser

Karl Leitner (geb.1941), Kerschbaum 1, 4261 Rainbach i. M.

Info

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