-
42
Tote blieben einige Tage daheim
Heutzutage hat fast jede Kirche ihre Aufbahrungshalle. Es ist aber noch keine lange Zeit her, da wurden die Verstorbenen daheim im Wohnhaus aufgebahrt, meist in der Kammer. Es brannte das "Ewige Licht", der Raum war von Kerzenrauch durchzogen. .....
1960 - Gemeinde Rainbach -
41
Als man Wasser schöpfen oder pumpen musste
Wir hatten bei unserem Haus („Bauerngruber“ in Labach 8) zwei Brunnen, einen ungefähr sechs Meter weg von der Haustüre. Bei einem Schöpfloch hat man mit einem "Schoapfn" das Wasser aus dem Brunnen herausholen müssen. .....
1940 - Rainbach i. M. -
40
Skelettfunde „Am Schanzl“ in Kerschbaum
Eines Tages, es mochte in den dreißiger Jahren gewesen sein, sorgte einer unserer Knechte, der Michei, für große Aufregung. Der Michei hatte auf einem Grundstück mit dem bezeichnenden Namen „Am Schanzl" ein Häuflein Menschenknochen, darunter zwei Totenschädel ausgeackert. ....
1932 - Kerschbaum -
39
Schaub machen – eine unbeliebte Winterarbeit
Die Schaub waren eine Art Strohgarben. Sie wurden zum Decken der Strohdächer verwendet. Das Zahlmaß der Schaub hieß „Schober“. ....
1950 - Kerschbaum -
38
Gänse in der Stube
Wir hatten auf unserem Bauernhof auch sehr viele Gänse. Wenn im Frühling die Gänsemutter (Desin) ihre Eier gelegt hatte, wurden ihr in der Stube die Eier untergelegt (angesiedelt). Das war am nordöstlichen Stubeneck. .....
1948 - Kerschbaum